Buch

Waltraud Leitmeier

Buch: Tomás Eloy Martinez: Purgatorio

Empfohlen von: Waltraud Leitmeier

Lateinamerika ist wieder ins Bewusstsein gerückt: Argentinien war Thema der diesjährigen Buchmesse und der Nobelpreis für Literatur ging  an Mario Vargas Llosa. Zur Geschichte Lateinamerikas gehört auch die politisch unruhige Zeit in den siebziger und achtziger Jahren, in denen sich in Argentinien und Chile Militärs an die Macht putschten. Der 1934 geborene argentinische Autor Tomás Eloy Martinez nimmt die Jahre der Militärdiktatur unter Jorge Videla zum Thema seines Romans.
Da ist das junge Paar Emilia und Simón, beide Kartographen, frisch verheiratet, die ein abgelegenes Tal vermessen sollen. Unglücklicherweise geraten sie  in eine Militärkontrolle und werden verhaftet. Emilia kommt frei, Simón ist spurlos verschwunden. Doch Emilia gibt nicht auf, dreißig lange Jahre nicht. Sie geht auch noch dem kleinsten und unwahrscheinlichsten Hinweis nach, sucht in Venezuela, Mexiko, den USA. Und dann sieht sie Simón plötzlich wieder da, doch während sie jetzt eine sechzigjährige Frau ist, ist Simón noch immer jung und attraktiv.
Ein faszinierender Roman über Verletzungen einer Diktatur, über verschwundene Menschen, das Leid der Zurückgebliebenen und eine große Liebe.